Um 11:15 Uhr erblickt der Maikäfer das Licht der Welt, von den „richtigen“ Geburtswehen an, die die restlichen 8cm des Muttermunds öffneten, ganze 25 Minuten bis zur Geburt.

Es war im Gegensatz zur Ersten eine völlig spontane Geburt, wie von Mutter Natur gedacht ist. Spontaner Blasensprung, eigene Wehen, die nicht eingeleitet wurden, kein Dammschnitt, keine Saugglocke, keine Schmerzmedikamentation. Nur am Tempo hätte gerne gespart werden können, da kamen mir die 3 1/2 Stunden bei Junior schon straff vor.

Mein Mann hat auch ganz toll, wie vorher besprochen, ganz schnell die Brille gereicht, damit ich die ersten Minuten klar schauen kann. Ich habe den Käfer dann abgenabelt und mir die Plazenta mal genauer zeigen lassen, wann sieht man sowas nochmal.

Der Chefarzt hat es im übrigen nicht mehr rechtzeitig zur Geburt geschafft, wie wir alle, haben wir uns gewaltig in dem Zeitfenster verschätzt, er „durfte“ dafür die U1 abnehmen. 

Heraus kam ein kleiner Maibrummer von knappen 4kg, 54cm und einem Kopffang von 35,5cm. 

Ich bin überrascht, wie agil ich noch nach diesem Tag bin. Die Nacht davor kaum geschlafen, weil ich im Kreißsaal fest hing, dann diese rasante Geburt. Und obwohl der Kreislauf zwischendurch schlapp machte, war/bin ich nach der Geburt fit gewesen. 

Nach all den Sorgen und Ängsten, die sich um diese Geburt gedreht haben – sämtliche Sorgen waren zum Glück unbegründet und ich bin froh, das ich diese nette Hebamme an meiner Seite hatte, die uns drei, meinen Mann, den Käfer und mich schließendlich durch diese Geburt geschleust hat.

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