Wir sind also kaum eine Stunde später, nach einem Befund von zuvor 2-3cm Muttermund, wieder im Kreißsaal und ich werde ans CTG gelegt. Und dann rollen die Wehen so richtig los. Ich kann nicht mehr „nicht pressen“. Die Hebamme „ermahnt“ mich: „Noch nicht, noch ein paar Wehen, dann darfst Du.“ Ich halte mich dran, auch wenn es immens Kraft kostet.

Die Ärztin schaut herein: „Wann geht’s denn los?“ Und die Hebamme antwortet: „Jetzt!“

Diese Worte dringen gar nicht so richtig in mein Ohr. Ich bin von Schmerzen überwältigt, die über mich drein brechen, der Muttermund ist komplett eröffnet, ich darf nun tatsächlich pressen.

Ich bin, im Gegensatz zur Geburt von Junior, trotz Pein, völlig geistesgegenwärtig, will wissen, was los ist, was ist Stand der Dinge? Ich kann das nicht schaffen, wenn das noch ewig braucht. Gibt mir Input – und den bekam ich auch. Es spannte und brannte wie Feuer, mein Fuß entweder auf der Schulter der Hebamme rechts oder von mir während der Wehe hochgestemmt, linke Hand den Gatten gekrallt, vor ihm die Ärztin, die der Hebamme ua. mit dem CTG assistiert. 

Und nach ein paar Presswehen schaut unser Sohn mit dem Kopf heraus, danach werden die Schultern rausgedreht und der Rest kommt quasi von alleine rausgeflutscht. Ich bekomme sofort ein kleines blutiges Bündel auf die Brust gelegt. Geschafft.

(Fortsetzung folgt…)

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