Wir finden uns kurz vor neun Uhr wieder im Kreißsaal ein und ich werde ans CTG geschlossen. Alles ok, Wehen lassen sich erahnen, obwohl sie schon ziemlich gut zwicken. Fruchtwasser geht inzwischen nicht mehr ab, was mich nach einer durchnässten Nacht froh sein lässt. Am Ende der Untersuchung sagt uns die Hebamme, das der Muttermund auf 2-3cm auf ist, was in der kurzen Zeit mit den „wenig“ Wehen, erstaunlich wäre.
Wohlan. Wir sollen wieder eintrudeln, wenn ich merke, das die Wehen Gas geben.

Es ist nun ca. 10:20 Uhr, ich versuche zu schlafen, versuche zwei Wehen zu ignorieren. Danach geht es nicht mehr. Mit ist unendlich heiß, der Kreislauf zickt. Ich weise meine Mann an, mir Traubenzucker zu reichen, es hilft. Die Wehen fangen an Gas zu geben.

Der Chefarzt kommt zur Visite und merkt schon, das ich am kämpfen bin. Er erzählt freundlich was von PDA und Lachgas, ich soll mich nicht quälen. Und am besten einfach jetzt nochmal in den Kreißsaal gehen, da wäre Platz und Zeit.

Mein Kreislauf sackt erneut schlagartig ab, ich fange an, ein Piepen im Ohr zu hören. Das kenne ich, als nächstes würde mir das Sichtfeld weichen. Und das inmitten von starken Wehen. Ich hänge mich an meinen Mann und ich merke, wir müssen uns Sputen, wenn ich nicht auf dem Weg zum Kreißsaal  kollabieren oder wimmert an meinen Mann im Flur hängend sein möchte. 

Die Hebamme öffnet schnell die Türe: „Lange ward ihr aber nicht weg.“

(Fortsetzung folgt…)

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