Dieses Wochenende wollten wir eigentlich ganz gemütlich verbringen. Junior kam zu den Großeltern, ich wollte was im Garten machen, denn der Frühling naht. Soweit der Plan…

Statt dessen waren wir innerhalb von 24 Stunden zweimal im Krankenhaus, weil ich vor  Schmerzen nicht mehr konnte. Einmal zur Mittagszeit und einmal in der Nacht, bzw. in den frühen Morgenstunden.

Donnerstag bin ich zum Frauenarzt und zum Kinderarzt, um uns Hustenstiller zu organisieren, damit wir die Nächte endlich mal schlafen können. Bei Junior hat es gut geholfen, ich habe das Mittel nicht gut vertragen und es half auch nicht wirklich.

Samstag früh saß ich auf dem Sofa und musste plötzlich so stark Husten, das ich es nur noch an der rechte Körperseite Krach/flitsch/rumms machte und ich dachte, ich hätte mir eine Rippe gebrochen. Ich konnte mich nicht mehr bewegen und was noch schlimmer war, wenn ich Husten musste, wurde ich Jenseits meiner Schmerzensgrenze katapultiert. 

Wir also, nach schnell gepacktem Notfallkoffer, ab ins Krankenhaus, man weiß ja nie, ob man nicht doch bleiben muss. Dort bekam man in der Notaufnahme direkt Panik in den Augen (Oh Gott, die ist schwanger!) und schickte mich auf die Gynäkologische Station, bzw. die mich direkt weiter in den Kreißsaal.

Dort wurde alles untersucht. Die Ärztin, die damals dabei war als der Große auf die Welt kam, empfahl mir Paracetamol und falls es nicht anschlägt, sollte wir uns bei den Chirurgen im Haus wieder vorstellen und Stärkeres verlangen.

Gesagt und getan, nachdem die Schmerzen leider nicht weniger, sondern sogar mehr wurden, als noch zwei Hustenattacken mich niedergestreckt hatten. Es war einfach nicht mehr auszuhalten.

Nachdem wir, wieder im Krankenhaus angekommen waren, versuchsweise von der Krankenschwester angepöbelt wurden, wir sollen bitte nächste Mal zum hausärztlichen Notdienst und diese meinte, sie klingelt dafür nicht den Chirurgen wach, sondern die Internistin, wurden ich von dieser u.a. per Schall untersucht.

Diese stellte fest, das sie nichts festzustellen hat und das doch der Chirurg drauf sehen soll. (*seufz*) Dieser untersuchte mich dann auch und kam auch „nur“ zu dem Schluss, das ich mir wohl den Muskel gezerrt/gerissen oder sonst was habe. Zwar unschön und schmerzhaft, aber zum Glück nichts organisches und nichts gebrochen.

Amüsant war, dass scheinbar nicht viele Schwangere bei dem Chirurg waren (was auch nicht verwundert, weil ja alles sofort mit Bauch zur Gynäkologischen Station kommt) , denn dieser schallte nicht nur nach Auffälligkeiten, die meine Schmerzen erklären könnten, sondern auch richtig lange unseren Mini. Rauf und runter, hin und her. Ich glaube, das war der längste Schall jemals und das, obwohl ich ihn noch nicht mal drum gebeten habe, im Gegenteil. (Zumal ich eh zwei Tage später den Schall bei der Frauenärztin hatte) Aber der Arzt hatte unheimlich viel Spaß und wir dadurch auch und er gab uns sogar noch ein Bild vom Kleinen mit.

Die Ärzte allesamt und auch die Hebamme waren unheimlich nett und ich hatte schon die Befürchtung dort angeschnauzt zu werden, was ich denn hier wolle, aber das war völlig unbegründet, wenn man mal von der unqualifizierten Pappnase im Schwesterngewand absieht, die mir beim Blutabnehmen natürlich noch nen dicken blauen Fleck verpasst hat.  

Die Medikamente wirken zum Glück und unterdrücken den Schmerz zwar nicht komplett, aber ich kann mich wieder halbwegs bewegen und vor allem konnte ich mal wieder schlafen!

 

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