Der Kleine ist nun über 2 1/2 Jahre bei mir in der Betreuung und bald ist es soweit, das er langsam aus meinen Fittichen heraus muss.
Wir sind in der glücklichen Situation, das ich ihn die Zeit betreuen konnte und durfte, ich war auch die Einzige bei uns im Mütterkreis, die ihr Kind die Woche über den Tag alleine betreut hat.
Eine Mutter fragte mich, was ich denn den ganzen Tag machen würde, sie wüsste ja zum Teil noch nicht mal, wie sie ihn die paar Stunden (3) beschäftigt bekäme.
Ich finde es schade, das eine Betreuung inzwischen zu einem Luxus gewandelt ist, etwas, was zu den Zeiten meiner Eltern eher der Normalzustand als die Ausnahme war. Ich bin dankbar, das ich die Zeit mit meinem Kind verbringen darf. Ich habe die ersten Worte, die ersten Schritte, jeglichen ersten Male in diesem Jungen Leben erleben dürfen und war nicht auf die Erzählung einer fremden Person abhängig. Natürlich gab es auch Tage und es gibt sie noch, die mich viel Kraft kosten und ich sehnsüchtig darauf warte, von meinem Mann abgelöst zu werden, aber das ist es im Endeffekt wert.
Nun geht es bald, wenn der kleine Mann drei wird, in den Kindergarten. Einerseits freue ich mich für ihn, weil es ihm dort sicherlich gefallen wird, aber andererseits zerreißt es natürlich das Mutterherz.

Mein kleiner Vogel wird mehr und mehr flügge und er wird das Nest verlassen und seine ersten eigenen Wege fliegen dürfen…
Hach – ist er nicht gestern erst geschlüpft?

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