Eins will mir nicht in den Kopf gehen: warum gibt es für manche nur die eine Lösung oder Wahrheit? Warum kann man nicht an einem Strang ziehen?

Ich habe vor vielen Jahren ein Praktikum bei einer Stelle gemacht, die sich für die Gleichstellung der Geschlechter stark gemacht hat, wobei ich sagen muss, das ich bei diesem Thema ein wenig skeptisch bin und nicht feministisch veranlagt bin, aber das ist ein anderes Bereich, der hier nichts zu suchen hat.
Worauf ich hinaus will ist folgende Geschichte, dass das Kredo dieser Stelle war, das Frauen sich selbst untereinander fördern sollen, aber diese selbst ernannte Maxime von der obersten Person selbst nicht verfolgt wurde, im Gegenteil, es wurde im übertragenen Sinne gehackt, getreten und gezetert.
Und das hat mich damals schon gewundert und vielleicht stammt daher auch meine Skepsis.

Ähnliches erlebe ich nun in Mütterkreisen, privat und auch in sozialen Netzwerken.
Reizworte sind hier z.B. Stillen, Beikost, Schlafen, Schnuller, Teilzeit, Vollzeit, Taufe, Öko, Impfung, Erziehung und diese Liste lässt sich endlos fortführen.

Ich finde es gut, wenn Dinge besprochen werden und auch kritisch miteinander diskutiert werden, aber muss es am Ende immer ein missionieren sein? Ich selbst bin von den anderen Müttern im privaten Mütternkreis als „die Schweiz“ erkoren worden, weil ich versuche, möglich neutral die Dinge zu sehen. Ich gebe auch ehrlich meinen Senf dazu, aber manchmal kommt man halt nicht auf einen gemeinsamen Nenner, was auch in Ordnung ist. Ich sehe halt nur immer wieder, wie sich viele das Leben gegenseitig unnötig schwer machen und dann sogar Empörung geäußert wird, wenn das Gegenüber eine Ansicht nicht angenommen wird.

Ich wünschte mir, dass dieses positive Miteinander, Leben und Leben lassen, mehr im Vordergrund rücken würde – im Alltag (nicht nur bei Müttern, sondern generell) und im virtuellen Raum.

Advertisements