So, wir haben uns die ersten Tage gut eingelebt und der stolze Papa dreht gerade zum ersten Mal mit seinem Filius die Runde.
Wir sind alle wohl auf und wurden bevor wir entlassen wurden nochmal durchgecheckt. Bei mir und dem Kleinen ist alles soweit klar, ich soll weiter Eisentabletten nehmen, weil der Wert ziemlich in den Keller gesunken ist, die Dammnaht sah wohl schon gut verheilt aus und die Gebärmutter hatte sich auch schon brav etwas zurückgebildet. Der Kleine hatte am Dienstag seine U2 und hat diese auch ohne Beanstandung von beiden Seiten (die des Kinderarztes und die von Gero, der noch nicht gefrühstückt hatte) geschafft. Wir haben einen äußerst gnädigen Zeitgenossen erwischt, der Kleine ist sehr geduldig mit uns. 🙂
Nach der U2 im Krankenhaus, also der zweiten größeren Untersuchung bei Säuglingen sind wir gemütlich nach dem Frühstück nach Hause gefahren und haben uns in unser bisher größtes Abenteuer gestürzt. Erlebnis Elternsein.
Wie gesagt, Gero ist wirklich ein wahnsinnig liebes Baby, er schreit kaum und nur dann, wenn wirklich was im argen ist. Er ist sehr aufmerksam, schaut, wenn er wach ist mit seinen großen Kulleraugen durch die Gegend. Er liebt es, wenn ich „La Le Lu“ summe und sein Papa den Bauch massiert.
Das Stillem klappt auch schon ganz gut, gestern kam der berühmte Milcheinschuß, der aus meinen schon eh nicht kleinen Brüsten noch größere Dinger gemacht hat. Echt pornös!
Gestern musste ich an Frau Katzenberger denken, wie sie in der Klinik lag und geweint hatte, weil ihre Brüste so unheimlich nach der Vergrößerungs-OP geschmerzt hatten. Genau so fühlte ich mich gestern auch, es ist tierisch schmerzhaft und es fühlt sich so an, wie eine dicke eitrige Entzündung an zwei Stellen gleichzeitig. Von jetzt auf gleich ein paar BH-Größen mehr und dabei laufe ich auch noch tierisch milchtechnisch aus… Ich habe eine leicht Ahnung, wie sich Kühe fühlen, die nicht gemolken werden.
Die Nächte sind recht ruhig, teils möchte Gero, besonders abends, wo ja schon im Bauch seine Wachzeit war alle zwei/drei Stunden was trinken, aber zum Teil hat er auch Schlafphasen von fünf Stunden, so dass wir schon immer mal besorgt schauen gehen, was der kleine Mann so treibt.
Inzwischen ist der Wochenfluss schon weniger geworden, der Gebärmutter zieht nicht mehr so stark, wie beim ersten Stillen im Krankenhaus, wo ich nicht wusste, ob ich wegen der Schmerzen in der Gebärmutter oder an den Brustwarzen weinen sollte und ich kann heute schon wieder halbwegs, trotz Dammnaht, normal sitzen.
Ich hoffe, ich habe das gröbste körperliche nach der Schwangerschaft überstanden, es mag zum Teil eher abschreckend klingen, aber es ist alles bisher machbar und ich habe den besten Ehemann und Papa an meiner Seite, der uns quasi jeden Wunsch von den Lippen abliest.
Das Einzige, was wirklich durcheinander gekommen ist, ist unser Schlaf- und Essverhalten, aber das wird schon wieder. 🙂

20111215-130420.jpg

Advertisements