Es liegen aufregende Zeiten vor und hinter uns.
Morgens um sieben Uhr sollte es theoretisch losgehen, aber weil zwei Sectios geplant waren und eine davon früher wegen Blasensprung gestartet ist, wurde ich erstmal wegen Personal und Platzmangel ne Stunde später geschoben und meine Hebamme sollte das CTG schreiben. Dazu ich durfte unschön im Flur liegen, weil die Hölle los war an Geburten. Was ich zu dem Zeitpunkt noch nicht wusste war, dass sich das auch den Tag und die Nacht nicht ändern würde.
Angefangen haben wir den Tag, wie vorher auch, mit den Einleitungstabletten, diesmal jedoch direkt mit 100er und nicht 50er, wie am Tag zuvor. Um 12 Uhr erfolgte dann die nächste Gabe der Tabletten samt CTG, was diesmal relativ entspannt war, also wurde das Procedere 16 Uhr wieder angepeilt. Angekommen, wurde ich auf 18 Uhr verschoben, weil sich wieder die Hölle im Kreißsaal abspielte.
Jetzt muss ich sagen, dass es ein kleines, feines Krankenhaus ist, mit 3 Kreißsälen, da kommt es eher mal zum Stau, als in größeren Häusern.
Mir war es relativ gleich. Ich war eh schon am leicht am rumwehen und nach Rücksprache mit dem Arzt würde man die Tabletten bei nur weiter geben, wenn sich nix getan hätte und den Tag drauf hätte man auch zur Pause geraten.
Also 18 Uhr CTG, der Kleine war quitschfidel, aber immer noch diese verdammten eingeengte Kurven. Ich wehte jetzt recht regelmäßig alle vier Minuten vor mich hin. Meine Hebamme wurde verständigt, damit sie sich mal das CTG anschaut und mit uns auswertet.
Das CTG, welches nun insgesamt schon seit über 2 Stunden geschrieben wurde, war wie vorher auch zu schlecht, um es einfach zu ignorieren und zu gut, um per Kaiserschnitt o.ä. einzugreifen. Die an dem Tag zuvor waren jedoch absolut ok. Wir standen also wieder da, hatten kein Hü und kein Hott. Kein Fisch und kein Fleisch.
Wir hatten ein längeres Gespräch mit der Hebamme, was wir denn nun tun sollen und was die Konsequenz denn nun aus dem CTG ist und was wir morgen tun sollten.

Wir waren am Ende von unserem Latein und relativ fertig mit unseren Nerven. wir stellten uns auf einen längeren Nervenkrieg ein, der noch viel Geduld und viele Tage mit sich ziehen würde, denn die Wehen, die ich verspürte, hatten den Muttermund in keinster Weise verändert, er war immer noch bei einer kleinen Fingerspitze. So ein verdammter Mist, die ganzen Mühen und Schmerzen umsonst.
Und was passierte dann?

Um 21:30 Uhr und quasi am Ende unserer verzweifelten Unterhaltung sprang plötzlich im Kreißsaal meine Fruchtblase und löste solche tierische Wehen aus…und es ging los…absolut filmreif!

Fortsetzung folgt…

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