Wie schon bei meinem Eintrag aus dem Krankenhaus, muss ich auch heute wieder den Faithless Titel „I can´t get no sleep -Insomnia“ heranziehen. Viele Schwangere haben am Ende das Problem, dass die Nächte nicht mehr erholsam sind, weil z.B. der Bauch stört, oder die Blase immer wieder ins Badezimmer schweifen lässt. Mich hat das zum Glück bisher nicht betroffen und ich stehe ab und an einmal in der Nacht auf, wenn ich abends was mehr getrunken habe und da bin ich auch sehr dankbar für.

Aber heute Nacht war wieder einer dieser Nächte, die man schnell wieder vergessen möchte, denn Schlafen war einer der wenigen Tätigkeiten, der ich nicht nachgehen konnte und die Schwangerschaft hat nur indirekt damit zu tun. Schon seit gestern früh hatte ich mit Kopfschmerzen zu kämpfen, die mal auf- und mal abflammten, die aber normalerweise aber nach meinem Wochenends- oder Feiertagskaffee am morgen verschwinden. Normalerweise.

Zu der Geschichte an sich muss ich zuvor noch erzählen, dass ich in der Schwangerschaft ohne ärztlichen Segen keine Schmerztabletten nehme, aus Sorge, unserem Nachwuchs zu schaden, denn Medikamentenstudien finden hauptsächlich an männlichen Probanden statt und die sind selten naturbedingt schwanger. Und wenn es nicht unbedingt sein muss, dann sollte man auf Medikamente verzichten.

Es gibt eigentlich nichts bescheideneres, als morgens mit Schmerzen aufzuwachen, es sei denn natürlich, wenn man abends vor lauter Schmerzen nicht durchschlafen kann.

Diese Nacht war genau so eine bescheidene Nacht. Ich bin zwar eingeschlafen, aber die Schlafphase war dermaßen gestört, dass es alles andere als erholsam war. Ich bin also völlig gerädert zur Geisterstunde aufgestanden, weil es nach gefühlten hundert Mal umdrehen, schwitzen und alles doof finden einfach nicht mehr ging. Um halb zwei, nachdem ich glaubte, dass die Schmerzen endlich abgeklungen waren, habe ich dann meinen zweiten Einschlafversuch gestartet, nachdem ich was getrunken hatte und was vor dem TV entspannt hatte, was bisher auch immer gut so geklappt hatte. Eine Stunde später jedoch das gleiche Spiel, wie zuvor. Die Kopfschmerzen waren wieder da, ich wieder aufgestanden. Ich war fertig, ich war am Ende, ich war dem heulen und der Tabletteneinnahme äusserst nahe. Was für ein blöder Käse!

Diesmal hab ich mich als letzte Maßnahme vor die Rotlichtlampe gesetzt und danach einen kühlen nassen Lappen auf die Stirn geklatscht und gewartet bzw. versucht zu entspannen. Um halb vier bin ich tatsächlich auf der Couch kurz eingeschlafen und ohne Kopfschmerzen um halb fünf wieder aufgewacht, was ich dann direkt genutzt habe, um direkt wieder Richtung Bett zu gelangen, wo um halb sieben der Wecker des Gatten krähte. Der Gatte übernahm alleine die Katzenversorgung am Morgen, so dass ich noch ein wenig ausschlummern konnte. Um sieben hab ich mich dann auch aus dem Bett gerollt, um etwas zu frühstücken und es noch mal mit ein wenig Koffein zu versuchen, denn die Kopfschmerzen waren wieder latent erschienen.

So, genug abgelenkt, ich gehe jetzt wieder ins Bett, ich habe dringend noch ein paar Stunden Schlaf nachzuholen und im Gedanken höre ich „I can´t get no sleep. Dum Dum  – Duuum – Dumdum Dumdum“ …

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