Letzen Dienstag war noch alles in Ordnung beim Frauenarzt. Keine Wehen auf dem CTG, alles so, wie es sein sollte. Keine Beschwerden, nichts.

Donnerstag kam ich auch noch völlig normal in den Tag, ich war müde und habe den Vormittag auf dem Sofa lesend verbracht. Schleichend jedoch kamen langsam Schmerzen in Richtung Schambein auf – eigentlich nichts besonderes, wenn der Kleine mal wächst, tritt, oder boxt, vor allem, weil der Kleine sich noch am Nachmittag von links Richtung Bauchmitte gedreht hatte. Leider haben die Schmerzen angehalten und es fing langsam an, sehr unangenehm zu werden. Liegen, entspannen und Badewanne haben an der Situation leider nichts gebessert. Um halb 1 bin ich dann in der Nacht endgültig aufgestanden, weil nichts mehr so richtig ging und weil ich hellwach war.

Bis um 2 Uhr bin ich dann durch das Haus getigert und verzweifelt wieder Richtung Bett. Mein Gatte schlug dann vor, vielleicht doch mal ins Krankenhaus zu fahren, um auf Nummer sicher zu gehen, denn ich bin ja erst in der 32.SSW.

Angekommen, wurden wir sehr freundlich direkt in einen der Kreißsäle geschickt, wo eine Ärztin mich eingehend untersuchte. Erst Ultraschall vaginal, dann über den Bauch, Abstriche, Abtasten und dann noch CTG. Das CTG fiel leider nicht erfreulich aus, denn dem Krümel ging es zwar gut, aber es wurden regelmäßig Wehen aufgezeichnet. Mir wurde ans Herz gelegt, unbedingt im Krankenhaus unter Beobachtung zu bleiben. Zwar sei der Gebärmutterhals hoch und bei 3 cm (die er vorher auch schon hatte) und der Muttermund geschlossen , aber das könne sich ja auch jederzeit ändern. Inzwischen war es ca. 4 Uhr morgens, als ich das Zimmer mit der Anweisung auf strikte Bettruhe bezog. Mein Mann brachte mir noch die Kliniktasche, die ich sicherheitshalber zum Glück schon vor Wochen gepackt (und letzte Woche noch mal aktualisiert habe) und mit im Auto gefahren ist und machte sich dann Richtung Heim, um fehlende Sachen für mich einzupacken, die Katzen zu versorgen und frühzeitig zur Arbeit zu fahren, um wichtige Sachen zu erledigen, damit er früher für mich weg konnte.

Jetzt lag ich hier im Zimmer. Plötzlich alleine, mit Buscupan und Magnesium versorgt. Noch nie musste ich bisher stationär ins Krankenhaus und dabei ging es ja nicht nur um mich, sondern auch um den Kleinen…

Mir laufen Tränen herab, ich fühle mich unendlich mies.

Fortsetzung folgt…

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