Draussen ist „endlich“ der Sommer ausgebrochen und ich freue mich für die Schulkinder, dass sie endlich passendes Wetter für ihre Ferien erhalten.

Und ich?

Ich bin alles andere als der Sommertyp. Ich hasse das Schwitzen und die müffelnden Menschenmassen, die fehlende Luft, die pralle Sonne, meine Mallorca-Akne. Mir fehlt der Schlaf noch mehr als sonst, weil das Schlafzimmer zu warm ist und ich nicht ohne Decke schlafen kann. Ich vermisse meinen tollen Römer-Sommer-Sandalen (in Größe 43), die ich schon über 10 Jahre habe und innig liebte, weil sie einfach perfekt waren, haben sich natürlich jetzt endgültig verabschiedet Richtung Tonne, weil sie einfach nicht mehr zu retten waren. Ja, ich stehe dazu, ich finde den Hochsommer einfach zum göbeln. Schon immer!

Ich liebe den Frühling, wenn die Knospen herausschauen und die Blätter raustreiben. Die Vögelchen zwitschern bauen ihre Nester und man streckt die Nase in die ersten Sonnenstrahlen und freut sich, so bald diese endlich nach dem Winter mal wieder wärme erzeugen. Ich liebe den Herbst, wenn sich die Blätter langsam bunt verfärben, die Temperaturen endlich wieder erträglich werden und es langsam wieder früher dunkler und kuscheliger wird und man abends wieder die Kerzen entzündet.

Diesen Sommer ist es nicht groß anders, aber alles intensiver. Meine Kleidungsauswahl ist (noch) eingeschränkt (-er), weil ich nicht tonnenweise Schwangerschaftskleidung habe und reines Auslüften der Klamotten nicht ausreicht. Ich habe zudem generell total heisse Hände und Füße, meine Kugel verleiht mir noch mehr Gewicht, was das bewegen und schlafen noch erschwert. Mal eben unter die Dusche springen und abkühlen ist nicht, weil alles langsam anstrengend wird. Vor allem das Rasieren der Beine bereitet mir langsam aber sicher Probleme und ich möchte nicht mit kurzen Hosen und einem Stoppelfeld umherlaufen. Den Kreislauf habe ich immerhin noch ganz gut im Griff, jedoch ist meine Luft knapper, seit ich nicht mehr alleine in meinem Körper bin.

Alles zum Teil „Luxusprobleme“, die ich zwar gerne in Kauf nehme, aber gerade dann, wenn es wie die letzten Tage fast unerträglich warm ist zur Belastungsprobe mutieren.

Dieses Jahr freue ich mich natürlich auf den Winter, wenn der Weihnachtsmarkt eröffnet, denn das Krankenhaus liegt direkt gegenüber vom Weihnachtsmarkt, so dass man, je nach Geburt, dort ein wenig schlendern könnte, oder den Mann hinschickt, um irgendwelche kuriosen Dinge zu organisieren. Wir freuen uns darauf, unseren kleinen Krümel begrüssen zu dürfen, wenn alles zeitlich den normalen Ablauf findet und gemeinsam die erste Zeit „draußen“ geniessen zu dürfen. 🙂

Seid also nachsichtig mit mir, wenn ich im Gedanken mehr als nur einen Regentanz aufführe, aber dafür werde ich meinen Teller nur Euch zu liebe aufessen. 🙂

Advertisements