Diese Woche graute es mir vor den folgenden Termin beim Frauenarzt, die Durchführung von oGTT (oraler Glukose-Toleranz-Test)

Da mein Vater im Alter und mit dem Gewicht Diabetes bekam, diesen aber durch Sport recht gut im Griff hat und ich u.a. durch mein Gewicht und der Genetik auch eine Disposition dazu besitze, musste ich einen Blutzuckerbelastungstest über mich ergehen lassen.

Dies bedeutet folgendes: am morgen nüchtern erscheinen, Blutzuckermessung erdulden (ein Piks in den Finger), innerhalb von kurzer Zeit 300ml Glukoselösung trinken, eine Stunden warten, Blutzuckermessung erdulden, eine Stunde warten, nochmals Blutzuckermessung erdulden.

Die laktosefreie Glukoselösung fand ich jetzt nicht so schlimm, wie sie von vielen im Netz beschrieben wird, im Gegenteil, ich war positiv überrascht, weil ich im Gedanken den fürchterlichsten Hustensaft hatte. Bei mir war es eine sehr süße, nach Johannesbeere schmeckende, Lösung. Also ich hab echt schon schlimmere Sachen zu mir genommen! Für mich persönlich war sie etwas zu kalt, weil sie frisch aus dem Kühlschrank kam, aber es war in Ordnung. Mein Magen hat es vertragen (und der ist echt empfindlich manchmal).

Nun hieß es Zeit totschlagen. Ich hatte mir meine Nintendo DS, ein Buch, meinen iPod mit Hörspielen und Musik mitgenommen. Im Wartezimmer habe ich dann festgestellt, dass es ein freies WLan gab und ich hätte also mein MacBook hätte mitnehmen können…naja egal, fürs nächste Mal (welches es hoffentlich nicht gibt) weiss ich Bescheid. 🙂

Um es doch noch kurz zu fassen:

Nüchtern hatte ich einen Wert von 75, nach einer Stunde 131, nach der weiteren Stunde 95, also alles im Normbereich, alles super, ich habe also (momentan) keine Schwangerschaftsdiabetes, aber dafür sind mir massenhaft Steine vom Herzen gefallen. Denn mit der Diabetes hätte im schlimmsten Falle u.a. das Insulin spritzen und ein größeres Baby folgen können und mit dem großen Kind auch quasi zwangsweise ein Kaiserschnitt.

Zahlen musste ich knapp unter 20 Euro, was mich zwar wegen der gesundheitlichen Disposition gewundert hat, aber ich hab es so hingenommen, denn wir haben ohne Nachfrage bei der Frauenärztin mehr als die von der Krankenkasse zu zahlenden drei üblichen Ultraschalls erhalten und das ist alles andere als normal. Viele Ärzte lassen sich das gesondert bezahlen.

Mein Fazit ist, dass der oGTT nicht so schlimm war, wie ich dachte. Trotz nervenden Steißbeins könnte ich die zwei Stunden überraschend gut im Wartezimmer überbrücken.

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