…um es dem Schicksal zu überlassen.“ (Deus X. Machima)

So lautet ein weiser Spruch von Deus X. Machima, ein von Walter Moers literarischen Universums erdachter Rettungssaurier, einem Pterodaktylus Salvatus, welcher aus dem Buch die 13 1/2 Leben des Käpt´n Blaubär stammt. Dieser Spruch begleitet mich schon einige Jahre (bisher zwölf um genau zu sein) und das Buch ist mein absolutes Lieblingswerk, welches von mir schon mehrfach verschlungen wurde und auch dementsprechend aussieht. 🙂

Viele kennen den Seemannsgarn spinnenden Blaubär leider nur aus einer Kinderserie aus dem Fernsehen, dabei ist dieses Buch so viel mehr und im Gegensatz zu der Puppenserie nicht an Kinder, sondern auch an erwachsene Leser gerichtet. Das Buch behandelt die ersten 13 1/2 Leben des blauen Seebären und die sind wahrlich abenteuerlich, und es behandelt also das Leben, welches lange Zeit vor dem Fernsehen erfolgte. 🙂

Ich habe noch nie solch ein von wundervoller Fantasie überschäumendes Buch lesen dürfen, welches Walter Moers (der bspw. auch das „Kleine Arschloch“ oder „Adolf, die Nazisau“ erdacht hat) zusätzlich noch mit seinen eigenen liebevollen Zeichnungen ergänzt. Die Charaktere sind einmalig und vielseitig, ob nun Fredda (eine Berghutze) der gemeine Stollentroll oder die Tratschwellen. Der einzige Autor, der für mich in eine ähnliche Richtung schreibt ist Terry Pratchett, der auch einen unglaublichen Ideenreichtum in seiner Scheibenwelt präsentiert.

Solltet ihr also die erste Lebenshälfte des Blaubären oder die anderen Bücher von Walter Moers noch nicht kennen, und „phantastische“ Geschichte mögen, kann ich sie einem nur ans Herz legen. Ich werde den Blaubären definitiv demnächst noch mal lesen und ich werde es sicherlich irgendwann mal abends meinem Nachwuchs vorlesen.

Im Oktober erscheint erfreulicherweise endlich ein neuer Roman von Moers namens „Das Labyrinth der Träumenden Bücher“, der von mir freudig erwartet wird.

Ab dem 25.09.2011 startet zudem in der Ludwiggalerie Schloss Oberhausen eine Ausstellung namens: „Die 7 1/2 Leben des Walter Moers. Vom Kleinen Arschloch über Käpt’n Blaubär bis Zamonien“, die mich auch brennend interessiert.

In diesem Sinne: 

Auf nach Zamonien!

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