Normalerweise dümpel ich morgens ein wenig vor mich hin, bevor ich auf innere Betriebstemperatur komme. Dazu muss ich aber sagen, dass ich nicht (sic!) zu den Morgenmuffeln gehöre, die vor einem Kaffee sowieso nicht ansprechbar sind, zumal Kaffee momentan in Massen eh nicht drin ist…aber meine Augen sind doch noch etwas langsam.

Auf jeden Fall habe ich die Nacht „gut“ geschlafen (das meint ohne blöde Träume), bin aufgestanden und habe in allen Räumen durchgelüftet. Nun spielte das kleine Tigermonster mit irgendwas total begeistert im Wohnzimmer herum und ich wollte sehen, was das war. Von weitem sah es aus, wie zusammengeklebter Tesafilm mit Katzenhaaren. Und ich dachte mir nur „WTF – wo hat er das schon wieder her.“ Von Nahen bzw. durch Tasten stellte ich aber leider fest, dass das „etwas“ sich noch bewegte… uuuuaaags … da hab ich zugegebenermaßen schreien müssen, weil ich mich so erschrocken hab.

Tja, da hatte unser kleines Monster eine ausgerissene Amano-Garnele aus unserem Aquarium ausfindig gemacht. Ist natürlich der erste Gedanke, den man schlaftrunken fassen kann:

„Guten Morgen, liebe Garnele. Tja, blöd dass Dein Ausbruchsversuch missglückt ist. Aber schön, dass Du so robust bist. Nein, bitte zappel nicht so rum, wenn ich Dich einfangen und wieder ins Becken bringen möchte. Ja, Du kannst echt froh sein, dass unsere Mädels Dich nicht gefunden hat.“

Ich also das Vieh wieder eingefangen und ins Becken geworfen. Ich finde die im Wasser ja echt schlicht und schön und sie arbeiten wirklich viel und sind total super-duper und überhaupt. ABER: wenn die aus dem Wasser sind fühlen die sich dermaßen fies an….vor allem, wenn man schnell machen muss, weil man einen geiernden Tiger neben sich sitzen hat.

Jetzt bin ich hellwach und der kleine Panzerknacker sitzt mit seinen Freunden wieder hinter mehr oder weniger dicken Glasscheiben.

P.S. Gestern haben wir durch Zufall im Becken Nachwuchs von unseren Antennenwelsen gefunden (ca. 8 Stück). Wir hatten noch niiiiiiiie Welsnachwuchs. Das einzige, was bei uns immer geworfen hatte waren Mollys und Platys. Total niedlich. Die sind auch schon recht groß (1-2cm), und hängen an der Scheibe und an den Pflanzen. Momentan scheinen wir in einem fruchtbaren Häuschen zu wohnen, aber das haben die Vorbesitzer ja schon „angedroht“. 🙂

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