Kennt ihr Kesslers Knigge? Nein? Dann schaut mal unbedingt hier rein.

Irgendwie fühlte ich mich hieran erinnert, als ich heute meinen Untersuchungstermin beim Frauenarzt hatte, heute also mal Trudis Knigge-Kosmos…

(Dies bezieht sich also auf diese Praxis und andere Praxen in meiner Vergangenheit. Ähnlichkeiten können bekannt vorkommen, sollte aber nicht. Und unten genanntes ist bitte mit einem Zwinkern zu betrachten, Spaß muss sein. 🙂 )

Nummer 1: Pünktlichkeit

Ich bemühe mich immer überaus pünktlich zu sein, egal wo. Treffen mit Freunden, offizielle Termine aber auch Arzttermine. Inzwischen habe ich mir es aber abgewöhnt ca. 10 Minuten vorher beim Arzt auf der Matte zu stehen. Man muss eh warten.Und das nicht nur, weil es nachmittags ist und etliche Notfälle reingekommen sind und es doch angeblich heute so dermaßen die Hütte brennt. Ernsthaft. Ich hatte schonmal den allerersten Termin beim Zahnarzt, der im Haus wohnte und der kam 15 Minuten zu spät. Ich habe absolut Verständnis dafür, wenn ein Notfall dazwischen muss, aber ich möchte gerne Bescheid bekommen, wenn ich mich zum Termin melde. Dann könnte ich noch Sachen erledigen, oder sonst was machen, als in diesem blöden Zimmer zu hocken und zu hoffen, dass sich mir einer erbarmt.

Nummer 2: Diskussionsfreudigkeit

Wenn ich etwas anders sehe, möchte ich die Sache gerne diskutieren, freundlich und sachlich. In Praxen kann das unter Umständen Folgen haben, nämlich dann, wenn man mit dem Personal oder dem Arzt nicht direkt auf einen Nenner kommt und dann noch Untersuchungen anstehen. Sie sitzen am längeren Hebel. Oder  an der längeren Spritze. 🙂

Nummer 3: Wartezimmer

Wenn ich eines heute gelernt habe, dann, dass man sich im Wartezimmer immer an der gegenüberliegenden Seite  der Spielecke setzen sollte. Nicht, weil ich Kinder nicht mag, im Gegenteil. Problem ist dass die Kleinen gerne mal krank sind, obwohl das quasi auch für andere Wartende im Wartezimmer gilt, denn die Wenigsten sind nur zur Kontrolle da. Also, immer freundlich grüßen, wenn man das Wartezimmer betritt, aber immer weit weg setzen, wenn es geht. Sich niemals vorstellen, warum der andere gerade beim Arzt ist und nie, nie nie, die ausliegenden Zeitungen lesen, am Besten sich selbst ein schönes Buch mitnehmen.

Nummer 4: Empfangszimmer

Sollte man mal in der Verlegenheit kommen und beim Empfangsbereich der Praxis sitzen, empfehle ich etwas Musik zu hören, oder, falls man kann, sich dermaßen in ein Buch vertiefen, dass man die Gespräche nicht mithören muss. Auch heute kam ich wieder in die Verlegenheit Sachen zu erfahren, die ich gar nicht Wissen will, weil mein iPod-Akku leer war.

Nummer 5: Praxisgebühr

„Jaaa, wenn sie Formular A38 nicht haben, wir Vollmond und dann noch einen ungerade Tag haben, ja dann müssen sie natürlich die Gebühr entrichten“ So oder so ähnlich komme ich mir jedes mal vor, wenn es um die Bezahlung der Praxisgebühr geht. Also im Zweifel zahlen und nicht in die Gefahr von „Nummer 2: Diskussionsfreudigkeit“ verfallen, die Sprechstundenhilfen wissen schon, was sie machen, oder nicht.

 

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