Der Titel klingt jetzt ein wenig abwegig, aber seit ich Probleme mit Laktose habe lese ich doppelt und dreifach die Angaben, die auf den Essenspackungen stehen. Ehrlich gesagt, lese ich die Angaben sogar noch häufiger und zur Sicherheit nochmals vor dem Essen. Ich esse ungern bei Freunden, denn ich vertraue mir ja schon nicht, was ich mir zusammenbrutzle. Wie kann ich dann was von anderen konsumieren, die es zwar teils gut meinen, aber die Fallen nicht kennen. Sobald ich ausserhalb bin nehme ich immer meine Tabletten ein, um sicher zu sein, nicht böse überrascht zu werden. Ich bin dankbar, wenns dann irgendwelche Rohkost gibt, denn die verdammte Laktose ist überall. Man mag meinen, das Milchzucker nur in Milcherzeugnissen drin steckt, aber in den letzten Jahren wurde ich eines Besseren belehrt. Chips, Brötchen, Soßenbinder, Götterspeise , Salatsoßenmischung oder Gewürzsalze sind nur ein kleiner Ausblick in meinen Hürdenlauf.

Ein weiteres Problem stellt sich auch, dass die Produktion gerne mal umgestellt wird, also es kann heute ein Produkt „verseucht“ sein, das gestern noch essbar war, wie es mir beispielsweise mit den Chips vom Aldi ergangen ist. Also aufgepasst, die stehen inzwischen auf der roten Liste.  Aber inzwischen gibt es immer mehr laktosefreie Produkte, die Industrie merkt, dass dort ein bisher kaum erschlossener Markt ist, denn damit kann Geld verdient werden, viel Geld mit einem Problem, was die Industrie durch die Zutatenliste selbst erzeugt. Herrlich, die eierlegende Wollmilchsau.

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